itemis ist Gewinner des TOP 100 Innovator Awards 2019

  • Innovationen kann man nicht planen

    Deswegen ist es auch keine Aufgabe der Geschäftsleitung die Innovationen zu erbringen. Unsere Aufgabe ist es für ein Klima zu sorgen, für eine Kultur zu sorgen, in der Innovationen entstehen können. Das haben wir in der Vergangenheit ganz gut geschafft.

    Jens Wagener
    (Vorstand, itemis AG)

Entwicklung zum Innovator des Jahres 2019

Gestartet als Dienstleister in der Nische der modellgetriebenen Softwareentwicklung (MDSD), hat sich itemis seit seiner Gründung 2003 zu einem global agierenden Partner für die Umsetzung von Softwareprojekten entwickelt. Das Engagement im Markt für eingebettete Systeme eröffnete in den ersten Jahren der Unternehmensgeschichte viele Möglichkeiten. Wir lernten viele Partner kennen und starteten zahlreiche Forschungsprojekte.

Dieses Engagement führte dazu, dass wir im standardisierenden AUTOSAR-Gremium als Development-Member aufgenommen wurden. Mit anderen Worten: Wir entwickeln heute unter anderem Informatikstandards für die gesamte Automobilindustrie.

Ein weiterer spannender Markt, auf dem wir unsere Aktivitäten bereits seit einigen Jahren verstärkt haben, ist die Entwicklung von Apps für mobile Endgeräte. Während die Anwendungen früher noch sehr einfach waren, haben unsere Kunden heute den Anspruch komplexe Business-Logik abzubilden sowie mit einer Vielzahl von externen Systemen, Sensoren und Geräten zu kommunizieren.

Im Zuge dieser technologischen Entwicklung fand auch eine wichtige Transformation im Bereich der Programmiersprachen statt. Heute setzen wir weniger auf schwergewichtige Vollsysteme. Stattdessen werden flexible, leichtgewichtige Konzepte eingesetzt und herstellerübergreifend miteinander kombiniert.

Die Beherrschung dieser neuen flexiblen Systeme in Verbindung mit den Erfahrungen aus den Bereichen Embedded und Mobile befähigt uns heute dazu, einen weiteren, sehr wichtigen Schritt zu gehen, der eine Synthese der beschriebenen Märkte zwingend erfordert. Dieser Schritt besteht darin, nicht mehr nur Teillösungen für Einzelmärkte anzubieten, sondern Anwendungen zu entwickeln, die den Bedürfnissen aller Märkte gleichzeitig gerecht werden.

Konkretes Beispiel: Mobiler Wassersensor zum Schutz vor Wasserschäden

Ein mobiler Wassersensor (Embedded) wird vom Endanwender über eine mobile App (Mobile) installiert und konfiguriert. Der Sensor sendet seine Daten an ein Cloudsystem (Big Data). Wird ein Rohrbruch erkannt, kann die Hauptwasserleitung automatisch geschlossen werden und der Endanwender erhält eine Benachrichtigung über die App. Der Hersteller kann seine Geräte aus der Ferne konfigurieren und Firmware-Updates einspielen (webbasierte Unternehmensanwendung).

Systeme dieser Art entwickeln und bauen wir heute selbst, betreiben sie für unsere Kunden und entwickeln uns immer mehr zu einem klassischen Produkthersteller. Dabei bilden Mainstream-Technologien die Basis, die wir mit unserer ursprünglichen technologischen Nische vereinen.

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Am Puls der Zeit

Künstliche Intelligenz

Der angesprochene Bereich Sensorik ist ein gutes Beispiel für die zwingende Notwendigkeit von Anwendungen, deren Kern aus künstlicher Intelligenz (KI) besteht.

In diesem Bereich fällt eine unfassbar große Menge von Daten an, auf die reagiert werden muss und deren Verarbeitung ohne künstliche intelligente Systeme kaum vorstellbar ist. Sensorik ist nur ein einzelner Bereich, in dem wir heute über die Anwendung von KI reden.

Es gibt viele weitere Bereiche, in denen KI bereits heute eine wichtige Rolle spielt und künftig zwingend erforderlich sein wird. 2015 haben wir sogar eine Stiftungsprofessur zum Thema KI an der TU Ilmenau gegründet.

Mehr über KI erfahren

Blockchain

Die Blockchain-Technologie steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt noch einige Herausforderungen, die gelöst werden müssen, bevor die Blockchain-Technologie massentauglich wird.

Die großen Vorteile der Blockchain-Technologie liegen in der nahezu vollständige Manipulationsresistenz und der großen Transparenz. Die Einsatzbereiche der Blockchain gehen weit über die reine Verwendung im Finanzsektor hinaus. Aktuell laufen in den verschiedensten Branchen Forschungs- und Pilotprojekte rund um den Einsatz der Blockchain.

Mit YAKINDU Solidity Tools haben wir eine frei nutzbare Entwicklungsumgebung geschaffen, die auf Smart Contracts für Ethereum / Solidity basieren. Neben der Produktentwicklung engagieren wir uns auch in Forschungsprojekten und unterstützen unsere Kunden bei Ihren Herausforderungen im Blockchain-Kontext.

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Innovations­umfeld

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser größtes Kapital. Daher lassen wir ihnen im Rahmen der so genannten 4+1-Arbeitszeit Raum zur freien Entwicklung und Weiterbildung. Mit dem ausgezeichneten Arbeitszeitmodell steht einem Großteil der Angestellten, immerhin 85% der Gesamtbelegschaft, ein voller Arbeitstag pro Woche zur persönlichen Weiter-, Aus- oder Fortbildung zur Verfügung. Auch interne Projekte, bei denen mehrere Itemiker zusammenarbeiten, werden an diesen Tagen realisiert.

Von Sprachkursen (Fremd- als auch Programmiersprachen) über die neuesten Technologien bis hin zu eigenständigen, innovativen Projekten – die Mitarbeiter entscheiden ganz individuell und eingstenständig, sofern sie dies Wünschen. Denn Selbstverständlich können sie ihre Ideen abteilungs- und hierarchieübergreifend abstimmen, optimieren oder überprüfen lassen. Dies fördert einerseits Innovationen, andererseits einen unternehmensweiten Austausch der gesamten Belegschaft untereinander.

Glückliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind kreativer, effizienter und leistungsfähiger – Gesundheit ist jedoch eine Voraussetzung hierfür, weshalb wir einen Ausgleich zu der typischerweise sitzenden Tätigkeit der Itemiker schaffen.

Einerseits investieren wir in die Arbeitsplatzausstattung (z. B. durch höhenverstellbare Schreibtische), andererseits bieten wir ein umfangreiches Sportangebot an. Beginnend bei Fußball- und Laufgruppen, über funktionelles Training, Yoga und Krav Maga bis hin zu einer eigenen Eishockey-Mannschaft versuchen wir, alle Itemiker zu körperlichen Aktivitäten zu motivieren und diese zu fördern.

Innovationsprozesse und -organisation

Wir verfolgen kein Innovationsmanagement im klassischen Sinn. Vielmehr versuchen wir eine Innovationskultur zu etablieren, die sich nicht allein auf das Unternehmen beschränkt. Hierbei spielen Kooperationen, Forschungsprojekte und soziales Engagement eine zentrale Rolle.

Innovationen werden bei uns grundsätzlich auf Standortebene koordiniert. Ideen und Verbesserungsvorschläge können jederzeit von Mitarbeitern eingebracht werden. Üblicherweise werden Verbesserungsvorschläge zunächst an den direkten Vorgesetzten getragen und evaluiert. Abhängig davon, welche Verantwortungsbereiche betroffen sind, können die Maßnahmen direkt umgesetzt werden oder werden mit der nächsthöheren Instanz abgestimmt.

Forschung als Motor für Innovationen

Die Forschung hat bei itemis einen besonderen Stellenwert. Aus diesem Grund sind wir in einer Vielzahl von Forschungsprojekten involviert oder leiten diese sogar. Wir validieren im Rahmen von Forschungsprojekte Innovationen oder entwickeln Ideen weiter.

Einen Überblick über unsere aktuellen Forschungstätigkeiten erhalten Sie hier:

Aktuelle Forschungsprojekte


Zudem ist die itemis AG im Arbeitskreis für modellgetriebene Softwarearchitektur der Gesellschaft für Informatik und im Strategiekreis für softwareintensive, eingebettete Systeme des Branchenverbands BITKOM vertreten.

Unser eigener Blog dient mittlerweile als unternehmensübergreifende Wissenssammlung und wächst stetig. Die hier veröffentlichten Erkenntnisse und Eindrücke unserer Experten ziehen mehrere tausend Besucher pro Woche an.

Akademische Forschungspartner sind unter anderem die:

  • Fachhochschule Dortmund
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Universität Paderborn
  • Universität Augsburg
  • Technische Universität München
  • RWTH Aachen
  • TU Ilmenau
  • Universität Leipzig.