
From SysML v1 to SysML v2
SysML v2 ist kein v1.8. Dieser Leitfaden gibt Systems Engineers ein übertragbares Denkmodell (kein mechanisches Element-Mapping) für den Übergang mit klarem Verständnis.
Whitepaper herunterladenDurchgängige Absicherung und lückenlose Traceability für Cybersecurity, Functional Safety und den Cyber Resilience Act
Zur ÜbersichtsseiteMethodische Exzellenz und maßgeschneiderte Werkzeuge für die modellbasierte System- und Softwareentwicklung.
Zur ÜbersichtsseiteEnterprise-Software aus einer Hand: AI-Integration, Legacy-Migration und Full-Stack-Entwicklung — kosteneffizient und souverän gehostet.
Zur ÜbersichtsseiteSystemkomplexität wächst. Marktzyklen werden kürzer. Klassische, dokumentenzentrierte Entwicklung stößt an klare Grenzen. Model-Based Systems Engineering (MBSE) ersetzt isolierte Excel-Tabellen durch ein konsistentes, lebendiges Systemmodell und wird damit zum entscheidenden Hebel für schnellere Innovationszyklen und weniger Entwicklungsrisiken.
Model-Based Systems Engineering (MBSE) ersetzt dokumentenzentrische Entwicklung durch ein konsistentes Systemmodell. Statt Anforderungen in Word-Dokumenten zu pflegen und Architekturentscheidungen in PowerPoint-Präsentationen zu dokumentieren, entsteht ein Modell, das Systemverhalten, Struktur und Anforderungen in einem semantischen Zusammenhang hält.
Die Philosophie dahinter: Das digitale Modell ist die Single Source of Truth, das statische Dokument nicht. Alle Disziplinen arbeiten am selben, vernetzten Abbild des Systems. Änderungen sind sofort für jeden transparent und nachvollziehbar.
MBSE ist ein Mittel, um komplexe Systeme beherrschbar zu machen und Nachweisketten effizienter zu führen.
Unternehmen führen MBSE meist aus zwei verschiedenen Motiven ein.
Compliance-getrieben: Um strenge Branchennormen wie ISO 26262, ASPICE oder DO-178C zu erfüllen. Das Risiko: MBSE verkommt zur reinen bürokratischen Pflichtübung ohne echten Nutzen.
Wertgetrieben: Um Qualität und Effizienz nachhaltig zu steigern. Der Fokus liegt auf früher Modellvalidierung, fehlerfreien Impact-Analysen und der fachübergreifenden Wiederverwendung von Komponenten.
Unsere Empfehlung ist der wertgetriebene Einstieg: Er bringt die eigentliche Rendite und deckt die Compliance-Anforderungen im gleichen Zug ab.
Automotive Tier-1: Safety-Analyse automatisiert aus der Systemarchitektur
Für einen führenden Automobilzulieferer haben wir mittels MBSE die entscheidende Brücke zwischen der Systemarchitektur und den Prozessen der funktionalen Sicherheit geschlagen. Auf der Basis einer modellbasierten Systemanalyse und einer lückenlosen Requirements Traceability konnte die System-FMEA nahtlos aus der Systemarchitektur abgeleitet und automatisiert aufgebaut werden.
Die Safety-Analyse ist nun zu jedem Zeitpunkt zu 100 % konsistent zur realen Architektur. Manuelle, fehleranfällige Abgleiche entfallen komplett. Die Entwicklungsaufwände für die ISO 26262-Compliance wurden drastisch verkürzt und die Freigabezyklen massiv beschleunigt. → Zur Referenz: FORVIA HELLA
Maschinen- und Anlagenbau: MBSE-Einführung im Mittelstand
Mit einem mittelständischen Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau haben wir die Einführung einer modellbasierten Entwicklung gemeinsam pilotiert. Der bisherige dokumentenbasierte Ansatz verfolgte keine definierte Methode, um die Problemseite (Stakeholderanforderungen, Gesetze und Normen) von der technischen Lösungsseite zu trennen. Technische Lösungen wurden deshalb oft unreflektiert aus Bestandsprojekten übernommen, was innovative Weiterentwicklungen blockierte.
Durch die Einführung einer mehrschichtigen Architektur konnten wir die Verantwortlichkeiten aller Auftraggeber schärfen, die Compliance zu Gesetzen und Industrienormen sicherstellen und technische Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren. Die Schulung der Mitarbeiter verankerte diese neue Denkweise als langfristiges Erfolgsmuster im Unternehmen.
MBSE ist kein Allheilmittel. Es bringt keinen Nutzen, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen.
Kleine Projekte mit geringer Komplexität. Bei überschaubaren Schnittstellen, kleinem Team und ohne Varianten übersteigt der Initialaufwand den späteren Nutzen. Ein Unternehmen, das eine isolierte Steuerungseinheit für eine bestehende Maschine entwickelt, ist mit dokumentenbasierten Absprachen schlicht schneller.
Instabile Organisationen. MBSE kann strukturelle Defizite nicht heilen: keine unklaren Zuständigkeiten, keine chaotische Änderungssteuerung. Wenn Anforderungen informell auf Zuruf geändert werden und es kein funktionierendes Konfigurationsmanagement gibt, digitalisiert MBSE das Chaos, ohne es zu lösen.
Fehlendes Commitment. Ohne aktiven Management-Support und die Bereitschaft des Teams, vertraute Dokumenten-Silos zu verlassen, scheitert der methodische Kulturwandel. MBSE braucht Zeit für Einarbeitung, und die muss das Unternehmen bewusst einräumen.
Unsere Erfahrung aus über 18 Jahren Projektpraxis: Ein rein compliance-getriebenes MBSE rechnet sich selten. Erst der wertgetriebene Einstieg holt die echte Rendite und erfüllt die Compliance ganz automatisch nebenbei. Wenn MBSE für Ihren aktuellen Reifegrad noch zu früh ist, sagen wir das auch.
Diese Fragen aus unserer Projekterfahrung helfen Ihnen bei einer ersten Einordnung.
1. Komplexität: Ist unsere Entwicklungsaufgabe hinreichend komplex, sowohl hinsichtlich der Produktstruktur als auch der Vielzahl involvierter Verantwortlichkeiten und Gewerke?
2. Änderungsdynamik: Haben wir eine hohe Dynamik in den Anforderungen und müssen die Auswirkungen von Änderungen über Fachgrenzen hinweg schnell und fehlerfrei analysieren?
3. Management-Support: Zieht die Führungsebene bei diesem Kulturwandel voll mit und blockt aktiv die nötigen Ressourcen und Budgets für die Umstellung frei?
4. Team-Bereitschaft: Ist das Entwicklerteam bereit, vertraute Dokumenten-Silos zu verlassen und sich auf neue, vernetzte Arbeitsweisen einzulassen?
5. Prozess-Fundament: Sind unsere grundlegenden Prozesse und Zuständigkeiten im Unternehmen geklärt, oder müssen wir die Abläufe parallel neu strukturieren?
10 Ways to Improve Systems Engineering
Zehn evidenzbasierte Praktiken für Systems Engineers, die bessere Produkte liefern wollen — von Anforderungsdisziplin bis zu modellbasierten Ansätzen und Tooling.
Thema
Compliance & Functional Safety
Thema
Effizienz & Variantenmanagement
Thema
SysML v2 & KI-Unterstützung
Es gibt nicht den einen richtigen Modellierungsansatz, es gibt nur den, der zu Ihrem Vorhaben passt. Wir analysieren gemeinsam die konkreten Rahmenbedingungen anhand von vier Schlüsselfragen: Welche Kompetenzen sind bereits vorhanden? Welche Tools und Prozesse sind im Einsatz? Welche Kernprobleme stehen im Vordergrund? Und welche Denkmuster prägen Ihr Team?
Wir unterstützen vollständig herstellerunabhängig, ob technologischer Umstieg von SysML v1 auf SysML v2, Einführung von Capella oder Arcadia, oder Entwicklung eigener Domain-Specific Languages. Die Mitgestaltung von CONSENS für den Maschinenbau und die Entwicklung von ArchE für CARIAD zählen zu unseren Referenzen. → Custom Tooling & Domain-Specific Languages
Der Erfolg hängt an der passgenauen Anwendung der Methode, nicht an der Methode selbst.
MBSE with Natural Language
Die größte Hürde bei der MBSE-Einführung ist nicht die Tooling — es ist die SysML-Lernkurve. Dieses Whitepaper zeigt, wie Natural-Language-Muster und Modellgenerierung Ihre bestehenden Anforderungen in formale SysML-v2-Modelle überführen, ohne Ihr gesamtes Engineering-Team schulen zu müssen.
From SysML v1 to SysML v2
Der konzeptionelle Übergang von SysML v1 nach v2: das Definition/Usage-Prinzip als Schlüsselkonzept, wie 4 Port-Typen zu einem einheitlichen Mechanismus werden, und Migrationsempfehlungen für Teams, die den Wechsel planen.
Die Auswahl der richtigen Werkzeuge entscheidet darüber, ob MBSE in der Praxis effizient gelebt wird. Wir unterstützen Sie herstellerunabhängig bei der Auswahl des passenden Modellierungswerkzeugs, egal ob Sie einen Sprachstandard wie SysML nutzen möchten (CATIA Magic, IBM Rhapsody, Sparx Enterprise Architect, MathWorks SystemComposer), auf einen spezialisierten Ansatz abzielen (Capella, PREEVision, SpicySE, itemis CREATE) oder ein Modellierungswerkzeug individuell von uns entwickelt werden soll.
Wir sind überzeugt von den Vorteilen einer „Best-of-Breed"-Strategie, also der Auswahl des jeweils besten Werkzeugs für eine spezifische Aufgabe. Allerdings bewerten wir diesen Ansatz immer strikt kundenspezifisch: Das vermeintlich beste Requirements-Tool am Markt mit komplexen kollaborativen Workflows bringt keinen Mehrwert, wenn am Ende nur zwei Personen damit arbeiten. In solchen Fällen ist das vermeintlich „schlechtere", aber bereits nahtlos im MBSE-Werkzeug integrierte Standardlösung oft die wirtschaftlichere und effizientere Wahl.
Mindestens ebenso wichtig wie die Werkzeugauswahl ist die nahtlose Integration der Werkzeugkette. Mit itemis ANALYZE bieten wir eine bewährte Plattform zur Anbindung modellbasierter Werkzeuge an übergeordnete ALM- und PLM-Systeme, von IBM ELM, Siemens Polarion, PTC Codebeamer/Integrity über Jama Connect. Wo Standardadapter nicht ausreichen, entwickeln wir individuelle Integrationslösungen. → Referenz: I.G.Bauerhin: 70 % effizienter durch itemis ANALYZE
Mehr zur Toolchain Integration: Toolchain Integration & Werkzeugauswahl
Der konkrete Bedarf und die Methodik bestimmen das Werkzeug, nicht umgekehrt.
Egal ob All-in-one-Lösung oder eine vernetzte „Best-of-Breed"-Landschaft: um eine durchgängige Gesamtarchitektur zu schaffen, folgen wir drei klaren Prinzipien.
Single Source of Truth pro Datentyp. Jedes Datum (eine Anforderung, ein Architektur-Element) hat genau einen klar definierten Ursprungsort.
Durchgängige Traceability-Schicht. Verbindungen zwischen den Tools müssen lückenlos nachvollziehbar sein. Mit itemis ANALYZE bieten wir hierfür einen herstellerübergreifenden Layer, der Daten über Systemgrenzen hinweg verknüpft. → Requirements Traceability
Synchronisation statt Duplikation. Daten werden zwischen Systemen intelligent synchronisiert oder verlinkt, anstatt sie stumpf zu duplizieren und damit Fehlerquellen zu schaffen.
Die erfolgreiche Einführung von Model-Based Systems Engineering ist ein strukturierter, transparenter Prozess.
1. MBSE Maturity Assessment & Zieldefinition. Direkt im Projekt-Kick-off analysieren wir gemeinsam Ihren aktuellen Reifegrad. Wir reviewen den Ist-Zustand Ihrer Entwicklungsprozesse und definieren ein klares, gemeinsames Zielbild, untermauert mit messbaren KPIs, damit der Erfolg von Anfang an steuerbar bleibt.
2. Tool-agnostisches Tailoring der Methodik. Standard-Frameworks wie RFLP liefern ein gutes Grundgerüst, passen aber selten eins zu eins auf Ihre Realität. Wir schneiden die Methodik werkzeugunabhängig exakt auf Ihr Projekt und Ihr Unternehmen zu. Unser Fokus liegt auf empfängerorientierten Outputs, die für Ihre Systementwicklung sofort messbaren Mehrwert stiften.
3. Begleitung im Pilotprojekt. Wir begleiten Sie bei einem passenden Pilotprojekt direkt im Alltag: fachlich bei der konkreten Modellierung und praktisch bei der Einführung und dem korrekten Einsatz neuer Werkzeuge.
4. Skalierung & Roll-out. Nach dem erfolgreichen Piloten weiten wir den Ansatz aus. Den Roll-out in weitere Projekte und Abteilungen unterstützen wir auf Wunsch durch aktive Mitarbeit direkt in Ihrer Architekturentwicklung.
Begleitendes Enablement: Schulung Ihrer Teams. Ein neuer Prozess funktioniert nur, wenn die Menschen ihn beherrschen. Parallel zu allen Schritten schulen wir die beteiligten Mitarbeiter durch gezielte Trainings in den Grundlagen von MBSE, modernem Requirements Engineering und dem Einsatz von KI im Engineering-Alltag.
AI-Assisted ASPICE Compliance
Knowledge Graphs und LLM Agenten für automatisierte ASPICE-Prozessbewertung: dreischichtige Architektur, zweistufige Konsistenzprüfung und eine Kosten-Nutzen-Analyse mit dem Ergebnis 23 Wochen auf 6.
Jetzt Termin mit Dr. Alexander Nyßen und Benjamin Alders vereinbaren.

SysML v2 ist kein v1.8. Dieser Leitfaden gibt Systems Engineers ein übertragbares Denkmodell (kein mechanisches Element-Mapping) für den Übergang mit klarem Verständnis.
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System Composer oder ein SysML-Tool für die Architekturmodellierung? Ein Vergleich entlang Requirements-Handling, Simulation, Onboarding, Stakeholder-Views, KI-Integration und Kosten — und warum die Antwort vom Projekt abhängt.
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Benjamin Alders
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Knowledge Graphs und LLM Agenten für automatisierte ASPICE-Prozessbewertung: wie sich der Assessment-Vorbereitungsaufwand von 23 auf 6 Wochen reduzieren lässt. Das Whitepaper ist in englischer Sprache verfügbar.
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Wie das Portalon-Plugin KI-Coding-Agenten wie Claude über MCP mit dem laufenden Modell eines JetBrains-MPS-Projekts verbindet – strukturell sichere Änderungen, Validierung und Language-Engineering-Skills, auf Ihrer aktuellen MPS-Version.
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