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Toolchain Integration

Informationssilos aufbrechen. Werkzeuge nahtlos verbinden.

Moderne Produktentwicklung ist arbeitsteilig, und jede Disziplin hat ihr Lieblingswerkzeug. Systemarchitekten arbeiten in Enterprise Architect, Anforderungsmanager in DOORS oder Jama, Entwickler in GitLab, Safety-Ingenieure in spezialisierten FMEA-Werkzeugen. Das Problem: Die Werkzeuge reden nicht miteinander. itemis unterstützt Sie dabei, diese Silos aufzubrechen: durch eine durchdachte Integrationsarchitektur, bewährte Adapter und pragmatische Beratung. Das Ergebnis: eine Toolchain, die wirklich durchgängig ist.

Das Problem

Warum ‘Das Eine Tool’ nie funktioniert

Hersteller von ALM- und PLM-Werkzeugen versprechen regelmäßig die Totalität: alles in einem System, kein Medienbruch, keine Silos. In der Praxis funktioniert das nicht. Kein einzelnes Werkzeug deckt alle Disziplinen einer komplexen Produktentwicklung gleichwertig ab.

Das Ergebnis in realen Engineering-Organisationen: Best-of-Breed. Enterprise Architect für Architekturmodelle, DOORS für Requirements, GitLab für Code, ein FMEA-Spezialwerkzeug für die Safety-Analyse. Jedes Werkzeug ist in seinem Bereich exzellent. Aber die Daten leben in Silos.

Die Konsequenzen sind immer dieselben. Übertragungen zwischen Werkzeugen sind manuell und fehleranfällig. Traceability bricht an Tool-Grenzen ab, Compliance-Nachweise werden zur Qual. Änderungen in Tool A werden in Tool B nicht sichtbar, bis Folgefehler auftreten. Und kein Team hat ein organisationsweites Bild: Was wissen wir eigentlich? In welchem Zustand ist das System?

Expertise

Expertise aus 15+ Jahren Toolchain-Projekten

Wir haben diese Werkzeuge von innen aufgebaut. Die itemis ANALYZE-Plattform entstand aus jahrelanger Arbeit mit realen Engineering-Toolchains: DOORS, Enterprise Architect, PTC Integrity, Jama Connect, Polarion, Codebeamer, ARTOP, Eclipse und weitere. itemis ANALYZE bringt heute Adapter für die meisten Standard-Tools im Engineering-Umfeld mit und kann flexibel um projektspezifische Anbindungen erweitert werden.

Darüber hinaus haben wir Direktintegrationen entwickelt: Browser-Erweiterungen für DOORS Next, Jama und Polarion (downloadbar im Chrome/Edge App Store), ein DSL-Plugin für DOORS und spezifische EA-Plugins. Wir kennen diese Werkzeuge nicht nur von außen, wir haben ihre Internas auseinandergenommen und produktionsreife Integrationen darauf aufgebaut.

Auslöser

Drei Auslöser: Wann Toolchain Integration entscheidend wird

Toolchain Integration ist kein Selbstzweck. Sie entsteht aus einem konkreten Bedarf, einem der drei folgenden Auslöser.

Compliance-getrieben: Traceability über Tool-Grenzen

Der häufigste Auslöser: Sie müssen Traceability nachweisen, von den Stakeholderanforderungen in DOORS über die Systemarchitektur in Enterprise Architect bis in den Code. ASPICE, ISO 26262, DO-178C verlangen lückenlose Nachvollziehbarkeit. Kein einzelnes Werkzeug liefert diese Übersicht von selbst.

itemis ANALYZE aggregiert die Daten aus allen Werkzeugen und erstellt eine durchgängige, abfragbare Traceability-Schicht (nicht-invasiv, ohne die Artefakte in den Quellsystemen zu verändern). Ergebnis: Compliance-Nachweise auf Knopfdruck statt auf Zuruf. → Requirements Traceability

Automatisierung: Code-Generierung und FMEA aus der Architektur

Ein weiterer starker Auslöser: Sie wollen Artefakte automatisch aus dem Systemmodell ableiten, nicht manuell übertragen.

Typisches Beispiel: Enterprise Architect enthält das Systemarchitekturmodell. Mit der EA-Bridge verbinden Sie das Modell mit Ihrer Code-Generierungs-Pipeline, z.B. um AUTOSAR-Methodologien auf UML-Basis umzusetzen und die darunterliegende Toolchain zu pflegen. Ein anderes Beispiel: Die System-FMEA wird direkt aus der Systemarchitektur abgeleitet und automatisch in Ihr FMEA-Werkzeug überführt: konsistent, reproduzierbar und ohne manuelle Übertragung. → Referenz: FORVIA HELLA: Automatische FMEA-Generierung aus der Systemarchitektur

Engineering-Intelligence: Wissen, was die Organisation weiß

Der am häufigsten unterschätzte Auslöser: Sie wollen wissen, was in Ihrer Engineering-Organisation eigentlich vorliegt. Welche Anforderungen sind noch offen? Welche Architekturentscheidungen sind dokumentiert? Welche Abhängigkeiten existieren zwischen Subsystemen?

Heute verteilt sich dieses Wissen über GitLab, DOORS, EA, PowerPoint und E-Mails. itemis ANALYZE schafft eine zentrale, abfragbare Sicht auf diese verteilten Informationen: ein organisationsweites Engineering-Dashboard. Durch MCP-Server können KI-Assistenten (Claude, Copilot etc.) direkt auf diese Modelldaten zugreifen und Fragen wie „Welche Anforderungen sind von dieser Änderung betroffen?" beantworten, ohne manuellen Aufwand.

Integrierte Tools

Mit diesen Tools haben wir bereits integriert

Die Integrationen entstehen auf unterschiedlichen Wegen: mal fungiert itemis ANALYZE als Middleware, als nicht-invasive Traceability-Schicht über bestehende Werkzeuge. Mal sind es direkte Plugin-Integrationen im Tool selbst: Browser-Extensions für DOORS Next, Jama und Polarion, EA-Plugins oder ein DSL-Plugin direkt in DOORS. Die folgende Übersicht zeigt alle Werkzeuge, mit denen wir in Kundenprojekten bereits produktive Integrationen umgesetzt haben.

Requirements Management/ALM

IBM Jazz

Integration in IBM Engineering Lifecycle Management (ELM) und IBM Rational Team Concert. Ermöglicht bidirektionale Verknüpfung von Work Items und Requirements.

Requirements Management/ALM

IBM DOORS

Bidirektionale Synchronisation mit IBM DOORS Classic. Vollständige Attribut-Übertragung, Modul- und Objekt-Mapping sowie direktes Bearbeiten von Anforderungen aus itemis ANALYZE heraus.

Requirements Management/ALM

PTC Integrity / RV&S

Kopplung mit PTC Integrity (ehemals MKS Integrity) und Windchill RV&S. Unterstützt Requirements, Change Requests und Traces über Systemgrenzen hinweg.

Requirements Management/ALM

PTC Codebeamer

Verbindet itemis ANALYZE mit Codebeamer ALM. Requirement-, Test- und Risikoobjekte werden bidirektional synchronisiert und traciert.

Requirements Management/ALM

Polarion ALM

Nahtlose Integration mit Siemens Polarion ALM. Anforderungen, Arbeitselemente und Trace-Links werden in Echtzeit abgeglichen.

2026
Requirements Management/ALM

JAMA Software

Anbindung an Jama Connect für modernes Requirements Engineering. Der Adapter ermöglicht vollständige Traceability zwischen Jama-Anforderungen und ANALYZE-Artefakten.

Modellierung

IBM Rational Rhapsody

Bidirektionale Verknüpfung von Rhapsody-Modellen (UML/SysML) mit Requirements und Testfällen in itemis ANALYZE. Vollständige Traceability über Modell-Elemente.

Modellierung

Sparx Enterprise Architect

Integration mit Sparx Enterprise Architect. EA-Elemente wie Klassen, Komponenten und Use Cases werden in den Knowledge Graph von itemis ANALYZE eingebettet.

Modellierung

MATLAB Simulink / Stateflow

Verbindet MATLAB Simulink- und Stateflow-Modelle mit dem ANALYZE-Traceability-Graph. Ideal für Safety-Nachweise in der Automotive-Entwicklung.

Modellierung

itemis CREATE

Direkte Kopplung mit itemis CREATE für DSL- und Code-Generierungsprojekte. Generierungsartefakte werden automatisch im Traceability-Graph erfasst.

Modellierung

itemis SECURE

Integration zwischen itemis ANALYZE und itemis SECURE: Sicherheitsanalyse-Ergebnisse (TARA, THREAT-Modelle) werden direkt mit Requirements und Systemmodellen verknüpft.

2026
Modellierung

Dassault Cameo Systems Modeler

Anbindung an Dassault Systèmes Cameo / MagicDraw. SysML-Modelle, Blöcke und Anforderungsbeziehungen fließen bidirektional in den ANALYZE Knowledge Graph.

Task & Variant Management

Atlassian Jira

Synchronisation von Jira-Tickets (Stories, Bugs, Epics) mit Requirements und Traces in itemis ANALYZE. Unterstützt Jira Cloud und Jira Data Center.

Task & Variant Management

Eclipse Mylyn

Verknüpft Eclipse Mylyn Tasks mit ANALYZE-Artefakten. Aufgaben, Reviews und Änderungsanforderungen werden direkt im Traceability-Graph abgebildet.

Task & Variant Management

PTC pure::variants

Integration mit PTC pure::variants für Feature-Modelle und Produktkonfigurationen. Varianten und deren Abhängigkeiten sind vollständig tracierbar.

Office

Microsoft Word

Import und Export von Anforderungsdokumenten aus Microsoft Word. Struktur, Überschriften und Attribute werden beim Round-Trip erhalten.

Office

Microsoft Excel

Bidirektionaler Austausch mit Excel-basierten Anforderungslisten und Trace-Matrizen. Konfigurierbare Spaltenmapping-Regeln für flexible Integration.

Office

OpenOffice

Unterstützung für Apache OpenOffice Writer und Calc. Anforderungsdokumente und Listen lassen sich direkt importieren und exportieren.

Source Code

CDT (C/C++)

Integration mit dem Eclipse CDT. C- und C++-Quelldateien, Funktionen und Header werden automatisch im Traceability-Graph erfasst und mit Requirements verknüpft.

Source Code

JDT (Java)

Anbindung an das Eclipse Java Development Tool. Java-Klassen, Methoden und Pakete sind direkt im Knowledge Graph tracierbar.

Exchange-Formate

Text-Dateien

Import strukturierter Textdateien als Anforderungsquelle. Regelbasiertes Parsing für CSV, TSV und benutzerdefinierte Formate.

Exchange-Formate

XML

Flexibles XML-Mapping für den Austausch mit proprietären oder standardisierten Datenquellen. Schema-agnostisch und konfigurierbar.

Exchange-Formate

PDF

Extraktion von Anforderungen aus PDF-Dokumenten. Nützlich für die Integration von Legacy-Dokumenten und externen Spezifikationen.

Exchange-Formate

Eclipse EMF

Unterstützung für Eclipse Modeling Framework (EMF) / Ecore. EMF-Modelle können direkt als Artefaktquelle in den ANALYZE Knowledge Graph eingebunden werden.

Ihr Tool nicht dabei?

Ja, wir integrieren auch Ihre Toolchain

Technische Ebenen

Technische Ebenen der Integration

Toolchain Integration ist keine binäre Entscheidung. Es gibt verschiedene technische Ebenen, die je nach Ziel und Werkzeuglandschaft sinnvoll sind.

Ebene 1: Middleware / Data Hub

itemis ANALYZE fungiert als zentrale Plattform, die Daten aus verschiedenen Engineering-Werkzeugen liest, verknüpft und abfragbar macht. Der Ansatz ist nicht-invasiv: Die Quellartefakte werden nicht verändert. Trace-Links werden außerhalb der Werkzeuge als separate Schicht verwaltet: kein Tool-Lock-in, erweiterbar um neue Adaptoren.

Ebene 2: Direkte Plugin-Integration

Manchmal ist die tiefste Integration die richtige: direkt im Werkzeug, als natürlicher Bestandteil des User-Interfaces. EA-Plugins mit Traceability-Sichten und Code-Generierung, ein DSL-Plugin für DOORS, Browser-Extensions für DOORS Next, Jama Connect und Polarion, ein Visio-Parser für Zustandsautomaten.

Ebene 3: Standards und neue Protokolle

OSLC für REST-basierte Verknüpfung von Engineering-Werkzeugen, ReqIF für den Anforderungsaustausch zwischen Werkzeugen (z.B. zwischen OEM und Zulieferer), MCP als neue Schnittstelle für KI-Assistenten, über die LLMs direkten Zugriff auf Modelldaten und Anforderungen erhalten.
Werkzeugauswahl

Werkzeugauswahl: Beratung ohne Herstellerinteresse

Die Wahl der richtigen Integrationsplattform ist entscheidend. Wir beraten herstellerunabhängig, mit einem klaren Praxis-Prüfraster.

Bestandsinvestitionen ernst nehmen

Eine Migration ist oft teurer und riskanter als die clevere Anpassung bestehender Systeme.

Offene Datenformate priorisieren

Interoperabilität durch Standards wie ReqIF, OSLC, XMI hält die Werkzeugkette flexibel.

Vendor-Lock-in bewusst steuern

Abhängigkeit von einem Integrationshersteller sollte eine strategische Entscheidung sein, kein Versehen.

Lizenzmodelle prüfen

Lizenzmodelle gegen den realen Nutzungsgrad prüfen. Das beste Tool am Markt bringt keinen Mehrwert, wenn nur zwei Personen damit arbeiten.

die Traceability-Plattform für Engineering-Toolchains

Adapter für die meisten Standard-Tools im Engineering-Umfeld (DOORS, Enterprise Architect, Polarion, Jira und mehr) plus Browser-Extensions und DSL-Plugins für direkte Werkzeugintegration. Im Einsatz unter anderem bei I.G. Bauerhin und FORVIA HELLA.
Mehr zu itemis ANALYZE
itemis ANALYZE Screenshot
Vorgehen

Wie itemis vorgeht

Wir haben keinen Einheitsprozess, aber einen bewährten Startpunkt.

Integration Audit

Wir analysieren Ihre bestehende Werkzeuglandschaft: Welche Tools sind im Einsatz? Wo liegen die Brüche? Welche Daten fließen bereits, welche nicht? Das Ergebnis ist eine priorisierte Schwachstellenkarte Ihrer aktuellen Toolchain.

Integrationsarchitektur

Auf Basis des Audits konzipieren wir eine Integrationsarchitektur, die zu Ihrer Werkzeuglandschaft passt: Welche Ebene der Integration ist wo sinnvoll? Middleware, Plugin, Standard oder eine Kombination?

Pilot-Integration

Wir entwickeln und validieren die Integration an einem konkreten, praxisnahen Anwendungsfall. Am Ende des Pilots haben Sie eine funktionierende Integration, keine Folie.

Roll-out und Skalierung

Nach einem erfolgreichen Piloten skalieren wir den Ansatz: weitere Werkzeuge, weitere Teams, weitere Projekte.
Unsere Experten
Dr. Alexander Nyßen

Executive Vice President Digital Engineering · itemis AG

Dr. Alexander Nyßen ist seit 2003 auf Model-Based Systems Engineering (MBSE), modellbasierte Entwicklung sowie die Integration von Engineering-Werkzeugen spezialisiert. Er unterstützt Unternehmen dabei, modellbasierte Methoden und Werkzeuglandschaften für die Entwicklung komplexer cyber-physischer Systeme erfolgreich einzuführen und nachhaltig zu etablieren. Im strategischen Produktmanagement verantwortet er die Lösungen itemis ANALYZE und itemis SECURE mit Schwerpunkt auf Requirements Traceability, funktionaler Sicherheit und Cybersecurity.
Florian Antony

Principal Software Engineer & IT Consultant · itemis AG

Florian Antony ist Principal Software Engineer und IT Consultant bei itemis. Sein Fokus liegt auf Softwarearchitektur, Security Engineering und Traceability für komplexe Entwicklungsumgebungen. Mit langjähriger Erfahrung in Automotive- und Technologieprojekten begleitet er Unternehmen bei der Umsetzung von ISO 26262 und ISO/SAE 21434 sowie bei der Entwicklung nachhaltiger Tool- und Plattformlösungen.
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Fachwissen

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